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Tag der Pflegenden: Aktionswochen für mehr Anerkennung pflegender Angehöriger


12. Mai 2022

Zum Tag der Pflegenden am 12. Mai 2022 appelliert der Bundesverband wir pflegen e.V. an die Länder Aktionswochen für pflegende Angehörige einzuführen – nach dem Beispiel der „Woche der pflegenden Angehörigen in Berlin“ und der „Thüringer Woche der pflegenden Angehörigen“.

Pflegende Angehörige sind die tragende Säule des deutschen Pflegesystems. Sie leisten mit ihrer Arbeit einen milliardenschweren Beitrag zum Wohle der Gesellschaft. Doch in der Öffentlichkeit werden ihre Leistungen kaum wahrgenommen und anerkannt. Aktionswochen wie die „Woche der pflegenden Angehörigen in Berlin“ und die „Thüringer Woche der pflegenden Angehörigen“ rücken die Menschen in Deutschland, die ihre Partner, (Schwieger-)Eltern oder Kinder in der Häuslichkeit pflegen, stärker in die Öffentlichkeit. 

So nahmen 2012 knapp 600 Teilnehmer*innen an der „Woche der pflegenden Angehörigen in Berlin“ teil, 2015 wurden bereits über 1.300 Menschen erreicht. Dieses Jahr findet die Woche zum 6. Mal statt. Noch bis zum 6. Juli 2022 können pflegende Angehörige an zahlreichen Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet teilnehmen. https://www.woche-der-pflegenden-angehoerigen.de/

Die zweite Thüringer Woche der pflegenden Angehörigen (twpa) findet vom 4.- 10. Juli 2022 statt. Die twpa wird vom Landesverein wir pflegen in Thüringen e.V. organisiert. Im letzten Jahr fanden im Rahmen der twpa fast 40 Veranstaltungen von über 30 Akteuren statt. https://www.twpa.de/

„Diese hervorragenden Initiativen sollten auf alle Bundesländer ausgeweitet werden. Sie tragen dazu bei, die Wertschätzung für pflegerische Sorgearbeit zu erhöhen und sensibilisieren unsere Gesellschaft für die Herausforderungen und Bedarfe pflegender Angehöriger“, erklärt Edeltraut Hütte-Schmitz, Bundesvorstand wir pflegen e.V. „Mehr Anerkennung ist die Voraussetzung für den von der Regierung versprochenen Ausbau zugehender Beratung, besserer Unterstützungsleistungen und flexibler Entlastungsangebote für pflegende Angehörige.“ 

Über 80% der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause gepflegt und betreut – von rund 7,65 Millionen pflegenden Angehörigen. Nur etwa ein Drittel der pflegenden Angehörigen nimmt dabei die Hilfe eines Pflegedienstes in Anspruch.* 

Dem Barmer Pflegereport 2021 zufolge werden 2030 rund sechs Millionen Menschen pflegebedürftig sein, 1 Million mehr als bisher erwartet. Zu ihrer Versorgung werden die Leistungen pflegender Angehöriger zwingend benötigt. 

„Solange das Pflegesystem maßgeblich auf den Leistungen pflegender Angehöriger beruht, ist es unabdingbar, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sich möglichst viele Menschen auch weiterhin entscheiden können und wollen, Pflegeverantwortung in der Häuslichkeit zu übernehmen“, mahnt Heinrich Stockschlaeder, Fachkommission Pflegepolitik wir pflegen e.V., an. „Dazu hat wir pflegen e.V. , die Interessenvertretung pflegender Angehöriger, Bund und Ländern auch umfangreiche Handlungsempfehlungen vorgelegt.“

Pressekontakt: 

wir pflegen e.V.
Lisa Thelen, Referentin für Kommunikation
E-Mail: medien(at)wir-pflegen.net 
Telefon: 0174 3243404  

*Quellen: 

Barmer Pflegereport 2021, S. 51„Anzahl der pflegebedürftigen Personen 3.829.500“ und S.111 „Schätzungen zur Gesamtzahl der an Pflege beteiligten Privatpersonen kommen auf etwa doppelt so viele Pflegepersonen wie Pflegebedürftige im häuslichen Setting.“ 

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Pflege/Tabellen/pflegebeduerftige-pflegestufe.html

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