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Pflegende Angehörige mit weit über 250 Jahren Pflegeerfahrung zogen Anfang November im Rahmen eines Fachtags in Stuttgart Bilanz der pflegepolitischen Entwicklungen auf Bund- und Landesebene. Einstimmig kritisierten alle Anwesenden Verzögerungen bei der Einführung des im Koalitionsvertrag versprochenen Entlastungsbudgets für pflegende Angehörige. 

Landtagswahl in Thüringen – Wohin steuert die häusliche Pflege?

Die Thüringer Bevölkerung wählt am 27. Oktober 2019 ihre neuen Vertreterinnen und Vertreter im Landtag. Zu den Wähler*innen gehören mindestens 80.000 pflegende Angehörige. Auch in Thüringen versorgen pflegende Angehörige rund 78 Prozent der pflegebedürftigen Menschen. Doch die Möglichkeiten der Mitbestimmung in den politischen Gremien ist in Thüringen mangelhaft. Auch bei der Entlastung und Beratung von pflegenden Angehörigen tun sich im ländlich geprägten Freistaat große Lücken auf.

ANSPRUCH & REALITÄT – PFLEGENDE ANGEHÖRIGE IM DSCHUNGEL DER PFLEGEREFORMEN 

Pflegende Angehörige und Akteure der Pflege und Selbsthilfe sind eingeladen, gemeinsam Verbesserungen für pflegende Angehörige in Baden-Württemberg, auf Landes- und Bundesebene zu diskutieren.

Drei von vier Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause versorgt. Die pflegenden Angehörigen sind häufig dreifach belastet: Pflege kostet Zeit, sie kostet Geld, wenn die Arbeitszeit reduziert werden muss und Hilfsmittel benötigt werden, und sie kostet auch Kraft. Mit den Möglichkeiten, wie Angehörige besser unterstützt werden können, befasst sich die heutige Fachtagung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter dem Titel „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey nimmt ab 11 Uhr an der Tagung teil und berät mit Expertinnen und Experten auch über den ersten Bericht des Unabhängigen Beirats für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Nach vier Jahren Amtszeit hat der Beirat dem BMFSFJ im Sommer seinen Bericht vorgelegt, der auch Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Situation pflegender, berufstätiger Angehöriger enthält. Der Bericht ist inzwischen veröffentlicht und kann auf der Seite https://www.wege-zur-pflege.de/beirat.html abgerufen werden.

Zum Internationalen Frauentag 2019 weist wir pflegen e.V. in einer Pressemeldung auf die starke Benachteiligung von Frauen in der Pflege hin. der Verein fordert eine umfassende Modernisierung des Pflegesystems um eine geschlechtergerechte Aufteilung der Pflegeverantwortung zu erreichen.
„Dazu gehören ausreichende bedarfsgerechte Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige und insgesamt höhere Investitionen in die häusliche Pflege.“  
Die vollständige Pressemeldung ist hier erhältlich: [LINK]
 

wir pflegen war mit mehreren seiner Mitglieder für die Experten-Interviews beteiligt – gerne laden wir ein:
Mehr als 1000 pflegende Angehörige sind schon dabei – letzte Chance zur Teilnahme!
Die Befragung der Universität Witten/Herdecke erfasst die konkreten Bedürfnisse von Personen, die einen Angehörigen, Nachbarn oder Freund betreuen, unterstützen oder pflegen.
Das Interesse war bisher enorm. Das Ausfüllen dauert nur ca. 10 bis 12 Minuten.
Der Fragebogen ist auf Deutsch, Russisch und Türkisch verfügbar.
Machen Sie mit – noch bis zum 15.02.2019!
GEBEN SIE IHRE STIMME AB!

Wer in Deutschland Pflegeverantwortung übernimmt wird in der Rente stark benachteiligt. Wie aus einer schriftlichen Anfrage des Bundestagsabgeordneten Matthias W. Birkwald (Die LINKE) an die Bundesregierung hervorgeht, müssen pflegende Angehörige, die aufgrund der hohen Pflegeleistung ihre Arbeitszeit reduzieren, mit bis zu 13.000 Euro weniger Rente auskommen. Es ist davon auszugehen, dass die Folgekosten bei einer Berufsaufgabe noch deutlich höher liegen.

Herzliche Einladung zum Fachtag

am Freitag, den 12.10.2018,

von 13:30 Uhr bis 17:00 Uhr.

Digitale Selbsthilfe

– Das Tor zur Welt für pflegende Angehörige!

“GEPFLEGT ALT WERDEN!“
TV TIPP  – 04. Oktober 2018  IN 3SAT – 20.15 – 21.00 UHR –  
… entstand in Zusammenarbeit mit wir pflegen e.V..

In den Niederlanden sind die Kommunen gesetzlich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alte Menschen nicht ins Heim müssen.

Ist die Kommunalisierung der Pflege auch in Deutschland eine Option? Die Dokumentation „Gepflegt alt werden“ von Tanja von Ungern-Sternberg am Donnerstag, 4. Oktober, 20.15 Uhr, in Erstausstrahlung, beschäftigt sich mit alternativen Modellen zur Pflege.

DANKE an unser Mitglied Ursula Rathai für den „“Kamera-Mut“ und Tanja von Ungern-Sternberg für die gute Zusammenarbeit!

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel im Rahmen von “Wissenschaft am Donnerstag“ in „scobel – Die Pflege-Agenda“ mit seinen Gästen, was sich in der Pflege ändern muss.

Hier derLink zum PRESSETEXT DER SENDUNGEN

Bei Diskussionen über den Mangel an Pflegefachkräften heben Politiker oft hervor, dass die häusliche Pflege inzwischen gut ausgestattet sei, schließlich habe man Milliarden in sie investiert. Tatsache ist:
Zur Finanzierung der Pflegereform 2017 wurden die Pflichtbeiträge der Mitglieder um 0,5% (ihres Einkommens) erhöht, nun liegen sie bei 2,55% bzw. 2,8% für Kinderlose. (0,1% Beitragserhöhung der Pflegeversicherung sind 1,3 Mrd. Euro. Mehreinnahmen). Aber wie wurden die Gesamteinnahmen verteilt?

Unser Mitglied Gudrun Born hat mal nachgerechnet und kommt zum Fazit: Die politisch Verantwortlichen sind in der Pflicht, die soziale Pflegeversicherung endlich „solidarisch und armutsfest“ umzugestalten!

Alle Hintergrundinformationen finden Sie hier zum Herunterladen.

Parallel zur Entwicklung des Modell-­‐Projekts Online-­‐ Selbsthilfe-­‐Initiativen für pflegende Angehörige, feiert der Verein wir pflegen e.V. seinen nächsten Meilenstein. Seit Anfang Juni ist Christian Pälmke als „Fachreferent für Pflegepolitik und Familienpflege“ aktiv. Im Zentrum von Berlin, im Haus der Gesundheitsberufe.

Anlässlich des Votums der SPD-Mitglieder für eine große Koalition fordert die Interessenvertretung
pflegender Angehöriger ‚wir pflegen‘ von der neuen Bundesregierung deutliche Verbesserungen in
der häuslichen Pflege und eine grundlegende Neuausrichtung des deutschen Pflegesystems. Die ganze Pressemitteilung finden Sie hier.

Berlin, 28.02.2018 – Mit Erstaunen mussten pflegende Angehörige der Presse  entnehmen, dass sie jedes Jahr Millionenbeträge an Leistungen aus der  Pflegeversicherung „verschenken“. Obwohl die Pflegekassen für jeden  Anspruchsberechtigten monatlich 125 Euro bereithielten, um Angehörige bei der Pflege und im Haushalt zu entlasten, würde dieses Bonbon von den allermeisten verschmäht. Diese Information gehe, so die Darstellung in diversen Tageszeitungen, auf eine Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) zurück.

Hilfswelten e.V. prämiert in diesem Jahr zwei Hamburger Projekte aus dem Bereich „Pflege“. Förderpreis-Empfänger ist zum einen die Organisation „wir pflegen – Interessenvertretung begleitender Angehöriger und Freunde in Deutschland e.V.“ mit dem Projekt „JUMP“ – Junge Menschen in Pflegeverantwortung – und zum anderen der Verein „KinderLeben e.V.“ mit dem Projekt „Familienbetreuung“.

Den ganzen Artikel zur Preisverleihung finden Sie hier.

Die Pressemitteilung von Hilfswelten finden Sie hier.

Es beginnen die Vorbereitungen für ein bundesweit einmaliges Beratungsprojekt „Pausentaste“; so kündigt es die neueste Pressemitteilung des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an.

„Nicht nur Erwachsene kümmern sich um kranke oder pflegebedürftige Angehörige – nach einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) versorgen und pflegen rund 230.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland regelmäßig Angehörige. Um diese jungen Menschen zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das Projekt „Pausentaste – Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe. Das Angebot für Kinder und Jugendliche, die sich um ihre Familie kümmern“ ins Leben gerufen. Jetzt laufen die Vorbereitungen zum Start am 01.Januar 2018.“

Die gesamte Pressemitteilung ist hier abrufbar.

Am 14. November findet der 1. Fachtag in Dresden, Sachsen statt. Das Thema wird sein: Fakten-Chancen-Forderungen. Unter anderem sprechen pflegende Angehörige aus Sachsen. Das ganze Program finden Sie hier

Bitte melden Sie sich bis zum 10. November an. Das Anmeldeformular finden Sie hier.

wir pflegen – Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V.

Alt-Moabit 91
10559 Berlin

Kontakt

Telefon: 030 – 4597 5750

OSHI-PA Selbsthilfe:
030 4597 5760
Fachreferent / Pflegepolitik:
030 4597 5770

Email: info@wir-pflegen.net

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