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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ein neues Versorgungskonzept für pflegende Angehörige entwickelt – und zwar mit beratender Unterstützung von wir pflegen.

„Wir freuen uns auf der Grundlage der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) zur Versorgung pflegender Angehöriger zusammen mit dem Angehörigenverband ‚wir pflegene.V.‘ dieses Vertragsangebot auf die Beine stellen zu können“, sagte Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der KBV.

wir pflegen gratuliert herzlich!

Den Anlass für das Ehepaar Hannelore und Friedrich Volkenborn 1994 den Gesprächskreis „Pflegende Angehörige“ zu gründen, gab Friedrich Volkenborns Vater: „Vergesst mir die Alten nicht“, hatte er, den die beiden lange Zeit gepflegt hatten, kurz vor seinem Tod gemahnt. Und so gründete das Ehepaar in Hamm (Nordrhein-Westfalen) einen Gesprächskreis in ihrem Stadtteil Bockum-Hövel.

Der Gesprächskreis bietet seitdem ein wirksames Entlastungs- und Unterstützungsangebot für die Pflegenden, ihren Familien und den Pflegebedürftigen. Dafür werden ein bis zwei Mal monatlich, montags abends ab 20 Uhr Veranstaltungen im Haus der Begegnung in Bockum-Hövel angeboten – mit Vortragsreihen, Referaten, Seminaren, Übungen und ausreichend Zeit für Gespräche, Informations- und Erfahrungsaustausch sowie persönliche Hilfe.Aber auch überregional waren sie aktiv. Sie haben sich insbesondere für bedürfnisorientierte Rehabilitationsangebote eingesetzt, weil sie aus eigener Erfahrung wissen, wie wichtig es ist, auch etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Dass pflegende Angehörige nun seit diesem Jahr auch einen verbesserten Rechtsanspruch auf Rehabilitation haben (vgl. PNG), dazu haben sie sicherlich mit jahrelangem persönlichen Einsatz beigetragen.

Für ihr langjähriges, selbstloses Engagement, ihre besondere Aufklärungsarbeit und ihren unermüdlichen Einsatz für die Interessen pflegender Angehöriger erhielt das Ehepaar Volkenborn 2009 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und wird bis heute nicht müde, mit derselben Leidenschaft auf Defizite hinzuweisen und Veränderungen der Rahmenbedingungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen zu fordern.

Die beiden Aktiven sind inzwischen selbst schon 74 und 78 Jahre alt und feiern am 7. September 2014 das 20-jährige Jubiläum ihres Gesprächskreises. Sie tun das in gewohnter Manier: Aktuelle Themen wie Selbstbestimmung, Rehabilitation, die Zukunft der häuslichen Pflege und der Altenpflege in Deutschland werden von und mit Fachleuten diskutiert. Hannelore und Friedrich Volkenborn sind seit Anfang 2009 Mitglieder bei wir pflegen und unterstützen den Verein mit großem Engagement und ihrer unschätzbar wertvollen Erfahrung. Die Mitglieder von wir pflegen gratulieren von ganzem Herzen zum Jubiläum und wünschen weiter viel Kraft für die wichtige Arbeit vor Ort und im Bundesverband und alles Beste für das eigene Wohlbefinden. 

wir pflegen freut sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

Zwei unserer Partner im Bündnis für Gute Pflege haben einen Petitionsantrag an den Bundestag gestellt. wir pflegene.V. unterstützt diese Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und des Sozialverbands VdK!

Die Initiative Armut durch Pflege, entstanden aus einer wir pflegen-Arbeitsgruppe, hatte interessierte pflegende Angehörige zu Netzwerktreffen zum Thema „Wir machen Politik“ eingeladen.

Aus ihrer eigenen Betroffenheit heraus entwickelten die Teilnehmer ein Diskussionspapier, das die aktuelle Debatte um die Pflegereform um einen wichtigen Aspekt erweitern soll: Die Rechte von pflegenden Angehörigen müssen gestärkt werden.

Über die Fortschritte, die das Pflegestärkungsgesetz bringt, aber auch darüber, welche Herausforderungen sich daraus für die Arbeit von wir pflegen ergeben, hat sich Vorstandsmitglied Barbara Riethmüller mit der Redaktion PflegePartner unterhalten. Fazit: Dringender Handlungsbedarf besteht weiterhin, um pflegende Angehörige zu unterstützen und zu entlasten.

Hier können Sie das ganze Interview „Sich für die Belange pflegender Angehöriger stark machen“ lesen.

Um die Beschlüsse der Mitgliederversammlung im April 2014 Schritt für Schritt umsetzen zu können, regte der Vorstand regelmäßige Treffen der in den Arbeitsgruppen Aktiven in Form einer Strategiewerkstatt an.

Die erste Veranstaltung fand in Berlin Ende Oktober 2014 statt und widmete sich diesen Themen:

  • geplante Berlin-Orientierung des Vereins, um effektiver mit Regierung, Opposition und
    Partnerverbänden in der pflegepolitischen Entwicklung zusammenzuwirken.
  • Persönliche Treffen der Mitglieder und Freunde des Vereins, um Austausch und Vernetzung zu verbessern.
  • Definition, Planung, Koordination der Arbeit als politische Interessenvertretung und Weiterentwicklung der gemeinnützigen Projektarbeit des Vereins.
  • Ideen für eine stärkere Regionalisierung.
  • Optimierung des Internetauftritts für die Online-Vernetzungsarbeit in den sozialen Netzwerken und ein erfolgreiches Fundraising.

Zum Programm gehörten auch die Fachvorträge von zwei externen Experten: Dietmar Erdmeier, Gewerkschaftssekretär im Bereich Gesundheitspolitik im Bundesvorstand von ver.di referierte zum Thema Pflegevollversicherung und Frank Schumann, Leiter der Fachstelle für pflegende Angehörige in Berlin informierte über das bereits zweimal erfolgreich durchgeführte Projekt „Berliner Woche der pflegenden Angehörigen“.

Die Ergebnisse der zweitägigen Tagung finden Sie zusammengefasst in unserem

Strategiewerkstatt-Bericht

wir pflegen ist seit Ende 2012 Partner von TOYAC (Together For Young Adult Carers), einem von der EU geförderten Projekt, das sich mit der Situation junger erwachsener Menschen mit familialer Pflegeverantwortung befasst.

Zentral waren bislang die Informationsbesuche in den beteiligten Ländern, bei denen ein Austausch über die unterschiedliche gesellschaftliche und politische Wahrnehmung sowie über die Angebote zur Unterstützung statt fand. Sehen Sie dazu auch die Präsentationen von unserem Hamburger Workshop im März 2014 mit einem 7-minütigen Kurzfilm mit Ausschnitten aus einer Diskussionsrunde mit zwei jungen Pflegenden aus Deutschland und Schottland.

Die wesentlich stärkere Aufmerksamkeit in Schottland im Vergleich zu Deutschland ist beeindruckend. Aber wie lässt sie sich erklären? Dazu führt wir pflegen führt nun einen zweiten Workshop durch, zu dem wir eine Kollegin aus Schottland eingeladen haben, um auf der Grundlage ihrer Berichte die Frage zu diskutieren: Was kann Deutschland von Schottland lernen?

Was können wir in Deutschland aus Schottland lernen?
Workshop am 12. September 2014 in Berlin

Programm zum Workshop

Teilnehmen werden junge Pflegende, Betroffenenverbände, Vertreter aus Praxis, Politik und Wissenschaft. Es ist uns gelungen, Pflegeexperten aller im Bundestag vertretenen Parteien für die Diskussionsrunde zu gewinnen: Erich Irlstorfer (CSU), Mechthild Rawert (SPD), Elisabeth Scharfenberg (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) und Pia Zimmermann (DIE LINKE).

Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an: Dr. Hanneli Döhner, Leiterin der AG ToYAC: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.wir-pflegen.net

Ein herzliches Dankeschön geht an die AOK Nordost, die uns einen Tagungsraum kostenfrei zur Verfügung stellt.

Sie sehen hier eines von vier Motiven unserer Kartenaktion, mit der wir mehr Aufmerksamkeit für unser Thema erreichen wollen.

wir pflegenist Mitglied beim Bündnis für GUTE PFLEGE. 100 Tage nach dem Start der neuen Bundesregierung fragen wir Bündnispartner erneut, wann endlich der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff umgesetzt wird. Neuer Minister – altes Problem, die Umsetzung der altbekannten Forderungen zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger und insbesondere demenzkranker Menschen, aber auch der Situation pflegender Angehöriger und der beruflich Pflegenden lassen weiter auf sich warten.

Jetzt schon in den Kalender notieren: Der Deutsche Pflegetag 2014 in Berlin vom 23. – 25. Januar 2014 läd die pflegenden Angehörigen explizit zur Teilnahme ein. Nutzen Sie die Chance zum Austausch, erfahren Sie Neues aus Modellprojekten, melden Sie sich zu Wort.

Weitere Informationen entnehmen Sie dem Flyer.

Einen Weg aus der Care-Krise in Richtung Care-Gerechtigkeit finden, das ist das Ziel einer Initiativgruppe von Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.  wir pflegenunterstützt das Manifest – und es haben sich auch bereits einige unserer Mitglieder in die Unterstützerliste eingetragen, denn die Ziele des Manifests entsprechen den Forderungen derelf Leitlinien von wir pflegen.

Heute Abend um 21.00 Uhr unbedingt den Fernseher einschalten! In der ARD-Sendung „hart aber fair“ wird Frank Plasberg mit seinen Gästen über das Thema „Diagnose Alzheimer: Und wer hilft den Angehörigen?“ diskutieren.

Alzheimer verändert auch das Leben der Angehörigen radikal. In der Sendung soll ausgelotet werden, welche Hilfen es für Angehörige gibt? Was schützt die Pflegenden davor, auszubrennen und selbst krank zu werden?

Als Expertin für Pflege wurde unser wir pflegen Mitglied Heike Nordmann eingeladen: Sie arbeitet bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Weitere Gäste sind Ursula von der Leyen, Martina Rosenberg (Autorin von „Mutter, wann stirbst Du endlich?), der Pflegeheimleiter Armin Rieger, Malte Sieveking (Vater von „Vergiss mein nicht“-Regisseur David Sieveking) sowie der Oberarzt Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Charité Berlin, Dr. Oliver Peters.

Hier gibt es mehr Informationen zur Sendung

Eine meinungsstarke und von Politik und Gesellschaft akzeptierte Interessenvertretung nennt PflegePartner-Chefredakteurin Angelika Havers wir pflegen in ihrem Editorial.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für pflegende Angehörige spricht sie anlässlich des fünften Geburtstages unseres Vereins in einem ausführlichen Interview mit Dr. Hanneli Döhner über die Arbeit und die Ziele von wir pflegen.

Das ganze Interview können Sie hier lesen oder wenn Sie auf das Bild klicken.

Die 2006 gegründete Dr. med. Heide Paul-Toebelmann Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, bedürftige pflegende Angehörige zu unterstützen. So können z. B. Mittel zur Finanzierung einer Kur oder Erholungsmaßnahme zur Verfügung gestellt werden. Aber auch die Anschaffung von Heil-, Pflege- und Hilfsmitteln kann von der Stiftung übernommen werden, sofern die Kassen die Kosten dafür nicht tragen und die Pflegebedürftigen dieses aus eigenen Mitteln nicht leisten können. Der Vorstand, in dem auch Mitglieder von wir pflegen aktiv sind, freut sich über Anträge, die formlos eingereicht werden können. Angesprochen sind vor allem auch Beratungsstellen, die von den Nöten der Betroffenen erfahren und sie ermutigen und unterstützen können. Mehr dazu entnehmen Sie dem Flyer.

Unser wir pflegen Mitglied Gudrun Born ist Sachbuchautorin („Balanceakt“) und hat jetzt für pflegende Angehörige die Broschüre „Rente für Pflegepersonen: Ihr Einsatz lohnt sich“ der Deutschen Rentenversicherung kritisch unter die Lupe genommen.

Auf der Basis akribischer Recherchen hat sie nun alle Informationen zusammengestellt, die pflegende Angehörige brauchen, wenn sie wissen wollen, welche Rentenansprüche sie während ihrer Pflegezeit sammeln und wie diese eigentlich zustande kommen.

Gudrun Borns Beitrag zur Rente für pflegende Angehörige ist der erste unserer neuen Reihe „Informationen von pflegenden Angehörigen für pflegende Angehörige“

wir pflegen – Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V.

Alt-Moabit 91
10559 Berlin

Kontakt

Telefon: 030 – 4597 5750

OSHI-PA Selbsthilfe:
030 4597 5760
Fachreferent / Pflegepolitik:
030 4597 5770

Email: info@wir-pflegen.net

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