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Die Betreuung eines pflegebedürftigen Menschen – ganz gleich um welche Krankheit es sich handelt – ist eine Aufgabe mit immer neuen Herausforderungen. Zunehmend sind auch junge Menschen in der Pflege von Eltern, Großeltern sowie bei der Betreuung behinderter Geschwister stark eingebunden. So können sie ihre eigene Ausbildung – Schule oder Studium – nicht oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen fortführen.

Als Pflegegipfel im Norden hat sich der Gesundheitspflege-Kongress inzwischen etabliert. Zum 13. Mal in Hamburg, werden wieder rund 800 Kongressteilnehmer erwartet – Pflegefachkräfte, Stations- und Pflegedienstleitungen, Pflegedirektoren, Lehrende und Studenten. Eröffnet wird der Kongress von Cornelia Prüfer-Storcks, Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg.

Unser geschäftsführendes Vorstandsmitglied Heinz Heck ist nach plötzlicher Krankheit am Freitag, den 18.09.2015 im Alter von 64  Jahren verstorben. Wir sind fassungslos und zutiefst bestürzt.

Heinz Heck hat in Virneburg (Rheinland-Pfalz) gelebt und seit über 20 Jahren als Berater für soziale Einrichtungen gearbeitet. Er übernahm selbst die intensive Pflege eines Freundes, lernte sowir pflegene.V. kennen. Seine Pflegesituation motivierte ihn, sich am 5. April 2014 in Münster in den Vorstand wählen zu lassen, um sich aktiv für die Interessenvertretung von pflegenden Angehörigen einzusetzen.

Immer wieder stellen Studien fest, dass die pflegenden Angehörigen nicht genügend Information und Beratung haben. Vor allem berufstätigen pflegenden Angehörigen fällt es schwer, die Angebote der  Beratungsstellen, insbesondere der Pflegestützpunkte und der PflegeberaterInnen der Krankenkassen wahrzunehmen. Sie können künftig die Online-Plattform InformCare nutzen und unabhängig von Ort und Zeit Informationen abrufen oder auch in Austausch treten mit anderen pflegenden Angehörigen.

InformCare wird nun in allen EU-Ländern in den entsprechenden Landessprachen eingeführt und besteht aus einem umfangreichen Informationsteil und interaktiven Angeboten für pflegende Angehörige sowie zwei kleineren Bereichen für die im Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen beruflich Tätigen und für Arbeitgeber.

Die Internetplattform wurde mit EU-Mitteln unter der Leitung der italienischen Forschungseinrichtung INRCA in Kooperation mit EUROCARERS, der europäischen Vereinigung zur Interessenvertretung der pflegenden Angehörigen entwickelt und erprobt. wir pflegen war bei der Entwicklung der Plattform begleitend aktiv und hat jetzt die Einführung und Verbreitung in Deutschland übernommen. Und deshalb lädt wir pflegen jetzt ein zum

Workshop InformCare – Internetplattform für die Pflege von Angehörigen
am 28. September 2015, von 15 – 19 Uhr
im Seniorenzentrum St. Markus, Gärtnerstr. 63, 20253 Hamburg

um die neue Internetplattform InformCare vorzustellen und mit Ihnen zu diskutieren. Der Workshop richtet sich vorrangig an Arbeitgeber(vertreterInnen), aber auch erwerbstätige pflegende Angehörige sowie Mitarbeiter von Gesundheits-, Pflege- und Sozialdiensten sind ebenso willkommen. Die erwerbstätigen pflegenden Angehörigen sind eine wachsende Gruppe von für die Unternehmen wichtigen MitarbeiterInnen. Arbeitgeber haben daher zunehmend Interesse daran, diese ArbeitnehmerInnen in der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu unterstützen.

Den Ablauf des Workshops entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm. Weitere Informationen erhalten sie in unserem Flyer zum Workshop oder auf unserer Projektseite.

Bitte melden Sie sich bis spätestens Freitag, den 11. September 2015 bei uns per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Wir haben maximal 25 Plätze, so dass wir die Teilnahme entsprechend der Reihenfolge der Anmeldungen vornehmen werden. Sie erhalten umgehend eine Bestätigung. Es wäre sehr hilfreich, wenn einige von Ihnen zum Workshop ihren eigenen Laptop mitbringen könnten, da wir auch praktische Übungen in Gruppen durchführen wollen, um in der eigenen Anwendung die Angebote zu testen. Bitte lassen Sie uns wissen, ob das möglich ist.

Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege kommt langsam in der Wirtschaft an. Das stellt Silke Niewohner, die Koordinatorin unserer Arbeitsgruppe „Beruf und Pflege vereinbaren“ jetzt zufrieden fest. Im Interview mit dem Handelsblatt präsentiert sie einige Forderungen von wir pflegen. In vielen Unternehmen fehlt immer noch die Wertschätzung für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich Sorgeaufgaben widmen. Sie sollten keine Nachteile wegen Abwesenheiten befürchten müssen, weder im Team noch bei Fortbildungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven. Ein Wandel von der Präsenz- zur Ergebniskultur ist erforderlich und Heimarbeitsplätze sollten nicht nur in großen Unternehmen zum Standard werden. Hier können Sie das ganze Interview lesen mit Silke Niewohner lesen.

Silke Niewohner ist in ihrer Funktion als Koordinatorin unserer Arbeitsgruppe „Beruf und Pflege vereinbaren“ in den Beirat des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) berufen worden. Die konstitutionierende Sitzung fand am 25. September statt.

Am Freitag, dem 26. Juni 2015 veranstaltete die Stadt Frankfurt zum 32. Mal den „Markt der Frankfurter Selbsthilfegruppen“ im Frankfurter Römer und auf dem Römerplatz. wir pflegenwar wieder mit einem Informationsstand dabei.

Der Berliner Gesundheitspreis ist als bundesweiter Innovationswettbewerb zugleich Bestätigung und Antrieb für alle, die mit ihren Ideen und durch ihren persönlichen Einsatz hier helfen. Seit 1995 ehren der AOK-Bundesverband, die Ärztekammer Berlin und

„Gemeinsam in die Zukunft!“ lautet das Motto des 11. Deutschen Seniorentages, der vom 2. bis 4. Juli 2015 im  in Frankfurt am Main(Congress Center Messe)stattfindet. Mit seinem Motto will der 11. Deutsche Seniorentag 2015 ein Zeichen setzen für mehr Gemeinschaft und Miteinander – zwischen Menschen verschiedener Generationen, unterschiedlicher Herkunft, zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sowie Helfenden und Hilfsbedürftigen.Als langjähriges Mitglied der BAGSO istwir pflegen natürlich wie jedes Jahr dabei. Und wie beim letzten Mal in Hamburg auch, präsentieren sich die engagierten Mitglieder vonwir pflegennicht nur mit einem Informationsstand auf der begleitenden Messe SenNova, sondern auch wieder mit einer Veranstaltung:

2015 findet schon zum dritten Mal die Woche der pflegenden Angehörigen in Berlin statt. Bitte schon jetzt vormerken: vom 4.bis 10. Mai 2015.

Zum ersten Mal aber bietetwir pflegen im Rahmen der Berliner Woche der pflegenden Angehörigeneine Veranstaltung mit dem Thema „Hilf mir aus der Pflegearmut!“.  Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei.

Im Rahmen der Aktionswoche Demenz in Hamburg vom 15. bis 21.09.2014 hatte wir pflegen am 19.09. im Haus im Park der Körber-Stiftung in Bergedorf  zu einer besonderen Veranstaltung eingeladen mit dem Thema: „Entlastungsangebote für pflegende Angehörige auf dem Prüfstand – an den Wünschen der Angehörigen vorbei?“

Am11. Juni 2014findet im Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen (Rheinland-Pfalz) der 1. Mayener-Pflegetreff statt. In Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. veranstaltet „wir pflegen e.V.“ einen Informationsabend, zu dem pflegende Angehörige aus dem Kreisgebiet eingeladen werden.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ein neues Versorgungskonzept für pflegende Angehörige entwickelt – und zwar mit beratender Unterstützung von wir pflegen.

„Wir freuen uns auf der Grundlage der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) zur Versorgung pflegender Angehöriger zusammen mit dem Angehörigenverband ‚wir pflegene.V.‘ dieses Vertragsangebot auf die Beine stellen zu können“, sagte Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der KBV.

wir pflegen gratuliert herzlich!

Den Anlass für das Ehepaar Hannelore und Friedrich Volkenborn 1994 den Gesprächskreis „Pflegende Angehörige“ zu gründen, gab Friedrich Volkenborns Vater: „Vergesst mir die Alten nicht“, hatte er, den die beiden lange Zeit gepflegt hatten, kurz vor seinem Tod gemahnt. Und so gründete das Ehepaar in Hamm (Nordrhein-Westfalen) einen Gesprächskreis in ihrem Stadtteil Bockum-Hövel.

Der Gesprächskreis bietet seitdem ein wirksames Entlastungs- und Unterstützungsangebot für die Pflegenden, ihren Familien und den Pflegebedürftigen. Dafür werden ein bis zwei Mal monatlich, montags abends ab 20 Uhr Veranstaltungen im Haus der Begegnung in Bockum-Hövel angeboten – mit Vortragsreihen, Referaten, Seminaren, Übungen und ausreichend Zeit für Gespräche, Informations- und Erfahrungsaustausch sowie persönliche Hilfe.Aber auch überregional waren sie aktiv. Sie haben sich insbesondere für bedürfnisorientierte Rehabilitationsangebote eingesetzt, weil sie aus eigener Erfahrung wissen, wie wichtig es ist, auch etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Dass pflegende Angehörige nun seit diesem Jahr auch einen verbesserten Rechtsanspruch auf Rehabilitation haben (vgl. PNG), dazu haben sie sicherlich mit jahrelangem persönlichen Einsatz beigetragen.

Für ihr langjähriges, selbstloses Engagement, ihre besondere Aufklärungsarbeit und ihren unermüdlichen Einsatz für die Interessen pflegender Angehöriger erhielt das Ehepaar Volkenborn 2009 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und wird bis heute nicht müde, mit derselben Leidenschaft auf Defizite hinzuweisen und Veränderungen der Rahmenbedingungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen zu fordern.

Die beiden Aktiven sind inzwischen selbst schon 74 und 78 Jahre alt und feiern am 7. September 2014 das 20-jährige Jubiläum ihres Gesprächskreises. Sie tun das in gewohnter Manier: Aktuelle Themen wie Selbstbestimmung, Rehabilitation, die Zukunft der häuslichen Pflege und der Altenpflege in Deutschland werden von und mit Fachleuten diskutiert. Hannelore und Friedrich Volkenborn sind seit Anfang 2009 Mitglieder bei wir pflegen und unterstützen den Verein mit großem Engagement und ihrer unschätzbar wertvollen Erfahrung. Die Mitglieder von wir pflegen gratulieren von ganzem Herzen zum Jubiläum und wünschen weiter viel Kraft für die wichtige Arbeit vor Ort und im Bundesverband und alles Beste für das eigene Wohlbefinden. 

wir pflegen freut sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

Zwei unserer Partner im Bündnis für Gute Pflege haben einen Petitionsantrag an den Bundestag gestellt. wir pflegene.V. unterstützt diese Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und des Sozialverbands VdK!

Die Initiative Armut durch Pflege, entstanden aus einer wir pflegen-Arbeitsgruppe, hatte interessierte pflegende Angehörige zu Netzwerktreffen zum Thema „Wir machen Politik“ eingeladen.

Aus ihrer eigenen Betroffenheit heraus entwickelten die Teilnehmer ein Diskussionspapier, das die aktuelle Debatte um die Pflegereform um einen wichtigen Aspekt erweitern soll: Die Rechte von pflegenden Angehörigen müssen gestärkt werden.

Über die Fortschritte, die das Pflegestärkungsgesetz bringt, aber auch darüber, welche Herausforderungen sich daraus für die Arbeit von wir pflegen ergeben, hat sich Vorstandsmitglied Barbara Riethmüller mit der Redaktion PflegePartner unterhalten. Fazit: Dringender Handlungsbedarf besteht weiterhin, um pflegende Angehörige zu unterstützen und zu entlasten.

Hier können Sie das ganze Interview „Sich für die Belange pflegender Angehöriger stark machen“ lesen.

Um die Beschlüsse der Mitgliederversammlung im April 2014 Schritt für Schritt umsetzen zu können, regte der Vorstand regelmäßige Treffen der in den Arbeitsgruppen Aktiven in Form einer Strategiewerkstatt an.

Die erste Veranstaltung fand in Berlin Ende Oktober 2014 statt und widmete sich diesen Themen:

  • geplante Berlin-Orientierung des Vereins, um effektiver mit Regierung, Opposition und
    Partnerverbänden in der pflegepolitischen Entwicklung zusammenzuwirken.
  • Persönliche Treffen der Mitglieder und Freunde des Vereins, um Austausch und Vernetzung zu verbessern.
  • Definition, Planung, Koordination der Arbeit als politische Interessenvertretung und Weiterentwicklung der gemeinnützigen Projektarbeit des Vereins.
  • Ideen für eine stärkere Regionalisierung.
  • Optimierung des Internetauftritts für die Online-Vernetzungsarbeit in den sozialen Netzwerken und ein erfolgreiches Fundraising.

Zum Programm gehörten auch die Fachvorträge von zwei externen Experten: Dietmar Erdmeier, Gewerkschaftssekretär im Bereich Gesundheitspolitik im Bundesvorstand von ver.di referierte zum Thema Pflegevollversicherung und Frank Schumann, Leiter der Fachstelle für pflegende Angehörige in Berlin informierte über das bereits zweimal erfolgreich durchgeführte Projekt „Berliner Woche der pflegenden Angehörigen“.

Die Ergebnisse der zweitägigen Tagung finden Sie zusammengefasst in unserem

Strategiewerkstatt-Bericht

wir pflegen ist seit Ende 2012 Partner von TOYAC (Together For Young Adult Carers), einem von der EU geförderten Projekt, das sich mit der Situation junger erwachsener Menschen mit familialer Pflegeverantwortung befasst.

Zentral waren bislang die Informationsbesuche in den beteiligten Ländern, bei denen ein Austausch über die unterschiedliche gesellschaftliche und politische Wahrnehmung sowie über die Angebote zur Unterstützung statt fand. Sehen Sie dazu auch die Präsentationen von unserem Hamburger Workshop im März 2014 mit einem 7-minütigen Kurzfilm mit Ausschnitten aus einer Diskussionsrunde mit zwei jungen Pflegenden aus Deutschland und Schottland.

Die wesentlich stärkere Aufmerksamkeit in Schottland im Vergleich zu Deutschland ist beeindruckend. Aber wie lässt sie sich erklären? Dazu führt wir pflegen führt nun einen zweiten Workshop durch, zu dem wir eine Kollegin aus Schottland eingeladen haben, um auf der Grundlage ihrer Berichte die Frage zu diskutieren: Was kann Deutschland von Schottland lernen?

Was können wir in Deutschland aus Schottland lernen?
Workshop am 12. September 2014 in Berlin

Programm zum Workshop

Teilnehmen werden junge Pflegende, Betroffenenverbände, Vertreter aus Praxis, Politik und Wissenschaft. Es ist uns gelungen, Pflegeexperten aller im Bundestag vertretenen Parteien für die Diskussionsrunde zu gewinnen: Erich Irlstorfer (CSU), Mechthild Rawert (SPD), Elisabeth Scharfenberg (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) und Pia Zimmermann (DIE LINKE).

Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an: Dr. Hanneli Döhner, Leiterin der AG ToYAC: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.wir-pflegen.net

Ein herzliches Dankeschön geht an die AOK Nordost, die uns einen Tagungsraum kostenfrei zur Verfügung stellt.

Sie sehen hier eines von vier Motiven unserer Kartenaktion, mit der wir mehr Aufmerksamkeit für unser Thema erreichen wollen.

wir pflegenist Mitglied beim Bündnis für GUTE PFLEGE. 100 Tage nach dem Start der neuen Bundesregierung fragen wir Bündnispartner erneut, wann endlich der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff umgesetzt wird. Neuer Minister – altes Problem, die Umsetzung der altbekannten Forderungen zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger und insbesondere demenzkranker Menschen, aber auch der Situation pflegender Angehöriger und der beruflich Pflegenden lassen weiter auf sich warten.

wir pflegen – Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V.

Alt-Moabit 91
10559 Berlin

Kontakt

Telefon: 030 – 4597 5750

OSHI-PA Selbsthilfe:
030 4597 5760
Fachreferent / Pflegepolitik:
030 4597 5770

Email: info@wir-pflegen.net

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