Ziele und Leitlinien

So erreichen wir unsere Ziele


In Deutschland ist Pflege in erster Linie die Verantwortung von Familien. Das wollen wir ändern. Pflege muss primär zu einer gesellschaftlichen Verantwortung werden.

Bis heute werden pflegende Angehörige als wichtige Partner in der Pflege weitgehend ignoriert. Obwohl sie über 75% aller Pflege in Deutschland leisten wird, bleibt die häusliche Pflegeversorgung das Stiefkind unseres Pflegesystems.

Es ist mit der Arbeit von wir pflegen zu verdanken, dass Angehörige mehr und mehr in politische Gremienarbeit einbezogen werden, doch für die Emanzipation der häuslichen Pflege und gleichberechtigte Unterstützung von pflegenden Angehörigen liegt noch ein langer Weg vor uns.

Bei wir pflegen sollen all jene zu Wort kommen, die eine ihnen nahe stehende Person unentgeltlich pflegen oder gepflegt haben (im Sinne von für sie sorgen, sie betreuen und pflegen) - unabhängig von Alter, Grund für die Pflegebedürftigkeit und Wohnsituation der zu pflegenden Person (eigene Wohnung, Wohngemeinschaft oder Heim).

Unsere Mitglieder haben die Ziele des Vereins in 11 Leitlinien verankert:


  1. Anerkennung: Pflegende Angehörige brauchen mehr Anerkennung in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen.
  2. Mitbestimmung: Pflegende Angehörige müssen Mitbestimmungsrechte erhalten. Ihre Meinungen und Erfahrungen müssen aktiv erfragt und einbezogen werden.
  3. Information: Pflegende Angehörige haben ein Recht auf leichten Zugang zu umfassender Information, unabhängiger Beratung und Schulung
  4. Chancengleichheit: Pflegende Angehörige müssen Chancengleichheit in allen Lebensbereichen bekommen.
  5. Wahlmöglichkeit: Jeder Mensch muss frei darüber entscheiden können, ob und in welchem Umfang sie/er die Pflege einer ihr/ihm nahe stehenden Person übernehmen will. Dabei ist das Recht des Pflegebedürftigen zu respektieren, sich seine Pflegeperson selbst auszusuchen.
  6. Unterstützung: Pflegende Angehörige haben ein Recht auf wertschätzende finanzielle, praktische und emotionale Unterstützung ihrer Tätigkeit sowie den Zugang zu bezahlbarere Hilfe.
  7. Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation: Pflegenden Angehörigen müssen Angebote zur Förderung und Erhaltung ihrer eigenen Gesundheit leicht zugänglich gemacht werden.
  8. Vereinbarkeit von Pflege und Erwerbstätigkeit: Pflegende Angehörige haben ein Recht auf Unterstützung, um Ausbildung und Erwerbstätigkeit mit ihrer Pflegetätigkeit vereinbaren zu können.
  9. Finanzielle Sicherheit: Pflegende Angehörige dürfen sozial und finanziell nicht benachteiligt werden.
  10. Pflegefreie Zeit: Pflegende Angehörige müssen die Möglichkeit haben, ausreichende und bezahlte Auszeit von der Pflege nehmen zu können.
  11. Soziale Integration: Pflegende Angehörige haben ein Recht auf Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben. Dieses Recht muss ihnen im gewünschten Umfang ermöglicht werden

BÜRO IN BERLIN

Postanschrift:
Alt-Moabit 91
10559 Berlin

KONTAKT

Telefon: 030 – 4597 5750

OSHI-PA Selbsthilfe:
030 4597 5760
Fachreferent / Pflegepolitik:
030 4597 5770
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

AKTUELLE NACHRICHTEN

11. November 2020
"Wir brauchen größtmöglichen Schutz von pflegenden Angehörigen und gesellschaftliche Teilhabe" | Pressestatement
Fast 80 Prozent aller Menschen mit Pflegebedarf werden im häuslichen Umfeld versorgt. Eine komplette Abschottung im Rahmen des Infektionsschutzes i...
09. November 2020
„Pflege ist kein Ehrenamt“ | wir pflegen im Bundestagsausschuss
“Engagement in der Pflege“ lautete das Thema eines öffentlichen Fachgesprächs des Unterausschusses „Bürgerschaftliches Engagement“ am 3. November 2...

INFORMATIONEN / LINKS