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Live-In-Betreuung in Privathaushalten in Deutschland: Was pflegende Angehörige brauchen

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Live-In-Betreuung in Privathaushalten in Deutschland: Was pflegende Angehörige brauchen

Ende 2023 wurden in Deutschland rund 5,7 Millionen Menschen als pflegebedürftig geführt. 86 Prozent von ihnen, rund 4,9 Millionen Menschen, wurden zu Hause versorgt. Rund 3,1 Millionen davon ausschließlich durch Angehörige, die dafür Pflegegeld beziehen, weitere rund 1,1 Millionen zusätzlich durch ambulante Pflegedienste. Wo die eigene Kraft nicht ausreicht oder Erwerbstätigkeit oder Entfernung die Pflege durch Angehörige erschwert, ist eine im Haushalt lebende Betreuungskraft für viele Familien die einzige Möglichkeit, den Verbleib der pflegebedürftigen Person im eigenen Zuhause zu sichern. In diesen Arrangements sind pflegende Angehörige nicht nur Pflegepersonen. Sie werden faktisch auch zu Organisatorinnen und Organisatoren, zu Vermittelnden und, ohne es bewusst zu wollen, häufig zu Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. Diese Rolle bringt Pflichten, Kosten und Haftungsrisiken mit sich, auf die kaum jemand vorbereitet ist.

wir pflegen Interessenvertetung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V., veröffentlichte im Oktober 2025 gemeinsam mit dem europäischen Dachverband Eurocarers das Positionspapier „Integration ausländischer Betreuungskräfte in europäische und nationale Strategien der Pflegeversorgung“. Es beschreibt die europaweite Lage ausländischer Betreuungskräfte in Privathaushalten und formuliert sieben Handlungsempfehlungen. Ein neues Papier ergänzt diese europäische Perspektive nun um die Situation pflegender Angehöriger in Deutschland. 

Der Bundesverband wir pflegen e.V. fordert die Politik auf die Live-In-Versorgung in die laufende Pflegereform und die kommunale Pflege- und Sozialplanung aufzunehmen, statt weiter an dieser Versorgungssäule vorbeizuplanen. 

Das vollständige Papier "Live-In-Betreuung in Privathaushalten in Deutschland: Was pflegende Angehörige brauchen" lesen

Büro in Berlin
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